Lautstärke einer Audiodatei ändern
Datei ablegen und den Pegel in Dezibel anheben oder senken, auf den Spitzenpegel normalisieren oder eine Ziel-Lautheit in LUFS treffen. Vorher- und Nachher-Werte stehen daneben. Die Änderung passiert komplett in deinem Browser, nichts wird hochgeladen. Ergebnis ist eine neue Datei; das Original bleibt unangetastet liegen.
Was bedeutet Normalisieren genau?
Das Werkzeug sucht die lauteste Spitze der gesamten Datei und multipliziert alle Samples so, dass diese Spitze knapp unter dem Maximum landet. Die Dynamik bleibt dabei erhalten: Leise Stellen bleiben im Verhältnis genauso leise. Das ist etwas anderes als Komprimieren oder Limitieren, wo Unterschiede zwischen laut und leise absichtlich eingeebnet werden.
Wie viel sind eigentlich +6 dB?
Die Dezibel-Skala ist logarithmisch: +6 dB entsprechen ungefähr der doppelten Amplitude, −6 dB der halben. Die empfundene Lautheit folgt dem nicht direkt — als „doppelt so laut" wird üblicherweise erst ein Unterschied von rund 10 dB beschrieben. Kleine Korrekturen von 2 bis 3 dB reichen oft schon aus, um eine Aufnahme in eine Reihe mit anderen zu bringen.
Welche Ziel-Lautheit ist üblich?
Im Rundfunk ist das genormt: Die Empfehlung EBU R 128 der European Broadcasting Union gibt eine Programm-Lautheit von −23 LUFS vor und hat damit dem Lautstärkesprung zwischen Sendung und Werbung ein Ende gesetzt. Podcasts liegen üblicherweise um −16 LUFS, die großen Streaming-Dienste normalisieren auf etwa −14 LUFS. Alle drei stehen hier zur Auswahl.
Was ist der Unterschied zwischen Spitzenpegel und Lautheit?
Der Spitzenpegel ist der höchste einzelne Ausschlag der Datei — er sagt, wie viel Luft bis zum Übersteuern bleibt, aber fast nichts darüber, wie laut etwas klingt. Ein einzelner Knall kann eine sonst sehr leise Aufnahme bis an die Grenze treiben. Die Lautheit in LUFS misst dagegen, was das Ohr über die Zeit wahrnimmt.
Gemessen wird nach ITU-R BS.1770-4: Erst läuft das Signal durch die K-Bewertung, zwei Filter, die den Frequenzgang des Kopfes nachbilden und die Bässe zurücknehmen. Dann bildet das Verfahren das mittlere Quadrat über 400-Millisekunden-Blöcke mit 75 Prozent Überlappung. Zuletzt greift ein zweistufiges Gate: Alles unterhalb von −70 LUFS fällt heraus, danach alles, was mehr als 10 LU unter dem Mittel liegt. Deshalb zieht eine lange Pause am Anfang das Ergebnis nicht mehr nach unten — genau dieses Gate war die entscheidende Neuerung gegenüber älteren Messverfahren.
Ehrliche Grenzen
- Kein Rückgängig für Übersteuertes. Wurde schon bei der Aufnahme übersteuert, sind die abgeschnittenen Spitzen weg; leiser machen holt sie nicht zurück.
- Rauschen wird mit lauter. Anheben verstärkt alles, auch das Grundrauschen einer leisen Aufnahme.
- Kein True Peak, kein Limiter. Gemessen wird der Sample-Spitzenpegel, nicht der Pegel, der bei der Rekonstruktion zwischen zwei Samples entstehen kann. Was nach der Anhebung über dem Maximum liegt, wird hart begrenzt; das Werkzeug zählt diese Samples und sagt es. Für Mastering nimmst du ein Schnittprogramm mit echtem True-Peak-Limiter.
- Keine Kompression. Die Dynamik bleibt, wie sie ist — es wird nur der ganze Pegel verschoben.
- Bis 30 Minuten je Datei, weil das Audio dekodiert im Arbeitsspeicher liegt — rund 21 MB je Stereo-Minute bei 44,1 kHz.