Ein gescanntes PDF durchsuchbar machen
Lade dein PDF, wähle Deutsch oder Englisch und starte die Erkennung. Jede Seite wird mit 300 dpi gerendert, per OCR gelesen und mit einer unsichtbaren Textebene neu aufgebaut — das Ergebnis sieht aus wie vorher, lässt sich aber durchsuchen, markieren und kopieren. Alles läuft in deinem Browser, ohne Upload.
Was passiert mit den Seiten?
Zwei Wege, klar getrennt:
- Erkannte Seiten werden zu einem Bild der Seite mit unsichtbarem Text darüber. Der Text liegt exakt dort, wo die Buchstaben im Bild stehen, ist aber nicht sichtbar.
- Übersprungene Seiten werden verlustfrei kopiert — Text, Schriften und Vektoren bleiben unverändert erhalten.
Das ist derselbe ehrliche Kompromiss wie beim Komprimieren: Was durch die Rasterung geht, verliert seinen Vektortext. Deshalb erkennt das Werkzeug vor dem Start, welche Seiten bereits eine Textebene haben, und bietet an, sie unangetastet zu lassen. Bei gemischten PDFs (Deckblatt aus Word, Rest eingescannt) ist das genau richtig.
Wird die Datei größer?
In der Regel ja, oft deutlich. Ein reiner Schwarz-Weiß-Scan mit 200 dpi wächst durch das 300-dpi-JPEG spürbar an, dazu kommt die Textebene. Das Werkzeug zeigt die Größe vorher und nachher an — wenn dir das Ergebnis zu groß ist, kannst du es anschließend durch den PDF-Kompressor schicken.
Warum 300 dpi?
Weil OCR Pixel braucht. Die Tesseract-Dokumentation („Improving the quality of the output") nennt 300 dpi als praktische Untergrenze und empfiehlt, kleinere Schrift (unter etwa 10 Pixel x-Höhe) vorher hochzuskalieren. Weniger Auflösung spart Zeit, kostet aber genau die Genauigkeit, wegen der du das Werkzeug benutzt.
Warum höchstens 50 Seiten?
Weil jede Seite auf deinem Gerät gerendert und erkannt wird. Rechne mit mehreren Sekunden je Seite — auf einem Telefon eher mehr. Bei mehr als 50 Seiten sagt das Werkzeug das offen, statt den Tab in den Speicherüberlauf laufen zu lassen. Größere Dokumente vorher mit PDF teilen zerlegen und die Teile nacheinander erkennen.
Der Vorgang läuft Seite für Seite mit Fortschrittsanzeige und lässt sich jederzeit abbrechen; der Erkennungs-Worker wird dabei sauber beendet.
Ehrliche Grenzen
- Suchhilfe, keine Abschrift. Zahlen, Namen und Summen bitte prüfen, bevor du dich darauf verlässt.
- Keine Handschrift, keine Fraktur — die Modelle sind auf moderne Druckschrift trainiert.
- Kein Geraderücken. Schiefe Scans bleiben schief und werden schlechter erkannt.
- Kein Layout-Erhalt in der Textebene: Mehrspaltiges kann beim Kopieren in falscher Reihenfolge herauskommen.
- Verschlüsselte PDFs müssen zuerst entsperrt werden.