Wie entferne ich den Ton aus einem Video?
Datei ablegen, Ergebnis herunterladen — mehr ist es nicht. Die Bildspur wird unverändert in eine neue MP4-Datei kopiert, die Tonspur einfach weggelassen. Es wird nichts neu kodiert, es geht also keine Bildqualität verloren, und die Verarbeitung ist in Sekunden fertig. Alles im Browser, ohne Upload.
Warum geht das ohne Qualitätsverlust?
Weil Bild und Ton in einer Videodatei getrennte Spuren sind. Der MP4-Container (genormt als ISO/IEC 14496-14) legt sie nebeneinander ab, jede mit eigenen Zeitmarken. Eine Spur wegzulassen heißt deshalb: dieselben Bild-Pakete in eine neue Hülle schreiben. Kein Decoder, kein Encoder, kein Qualitätsverlust — genau der Unterschied zu Werkzeugen, die das Video zum Stummschalten komplett neu berechnen.
Wie viel kleiner wird die Datei?
Um die Größe der Tonspur. Bei AAC mit 128 kbit/s sind das 128 000 ÷ 8 = 16 000 Byte pro Sekunde, also rund 0,96 MB je Minute. Ein Zehn-Minuten-Video verliert damit knapp 10 MB. Wer die Datei wirklich schrumpfen will, ist beim Komprimieren richtig: Im Bild steckt praktisch die gesamte Datenmenge.
Wann lohnt sich das Stummschalten?
Meist aus zwei Gründen. Datenschutz: Im Hintergrund laufende Gespräche, Namen, Adressen oder ein Fernseher werden mit aufgenommen, ohne dass jemand daran denkt — beim Teilen fällt es dann auf. Urheberrecht: Musik, die zufällig im Raum lief, kann beim Veröffentlichen zu einer Beanstandung führen; ohne Tonspur gibt es nichts zu erkennen.
Ehrliche Grenzen
Leiser machen kann dieses Werkzeug nicht — es entfernt die Spur vollständig. Für eine Pegeländerung brauchst du unsere Audio-Werkzeuge und ein Schnittprogramm, um den Ton wieder einzusetzen. Passt der Bildcodec nicht in einen MP4-Container, muss neu kodiert werden; das Werkzeug sagt das dann, statt Verlustfreiheit vorzutäuschen. Und der Tab muss bis zum Ende offen bleiben, auch wenn es meist nur ein paar Sekunden sind.