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Bild in Text (OCR) — Text aus einem Bild herausholen

Screenshot, Scan oder Foto ablegen — oder einfach einfügen — und bearbeitbaren Text bekommen. Die Erkennung läuft im Browser; das Bild verlässt dein Gerät nie.

Läuft lokal — nichts wird hochgeladen

Bild hierher ziehen oder auswählen

JPG, PNG, WebP, GIF oder BMP – Screenshots und gerade Scans liefern die besten Ergebnisse.

Oder Screenshot einfach mit Strg+V einfügen.

Läuft komplett in deinem Browser – kein Upload.

Beim ersten Start lädt das Werkzeug einmalig rund 4.3 MB Erkennungsdaten. Danach bleiben sie im Browser-Cache.

Was gut geht – und was nicht

  • Screenshots und gerade Scans ab 300 dpi: sehr gute Ergebnisse.
  • Schräge Handyfotos, Schatten und Unschärfe: deutlich schlechter, es wird nichts automatisch geradegerückt.
  • Handschrift und Fraktur: werden nicht erkannt.

Text aus einem Bild herausholen

Lege ein Bild ab, wähle es aus oder füge es mit Strg+V ein, entscheide dich für Deutsch oder Englisch und starte die Erkennung. Nach wenigen Sekunden steht der Text in einem Feld, das du direkt korrigieren, kopieren oder als .txt-Datei speichern kannst. Alles läuft in deinem Browser — ohne Upload, ohne Anmeldung.

Wofür eignet sich die Texterkennung?

Gut geeignet sind Vorlagen, bei denen die Schrift gerade steht und sich sauber vom Hintergrund abhebt:

  • Screenshots aus Programmen, PDFs, Webseiten oder Videokonferenzen
  • Scans von Briefen, Rechnungen, Verträgen und Formularen
  • Fotos flacher Vorlagen, frontal aufgenommen und gleichmäßig ausgeleuchtet

Schwerer wird es bei schräg fotografierten Seiten, Schatten quer über dem Text, gewölbten Buchseiten, Bewegungsunschärfe und Text auf gemustertem Hintergrund. Das Werkzeug rückt Bilder nicht automatisch gerade (kein Deskew) — richte die Kamera also lieber gleich sauber aus oder schneide das Bild vorher zu.

Warum ist die Auflösung so entscheidend?

Weil OCR Buchstabenformen vergleicht: Sind zu wenige Pixel je Buchstabe da, verschwimmt rn zu m, 1 zu l und 0 zu O. Die Tesseract-Dokumentation („Improving the quality of the output") nennt 300 dpi als praktische Untergrenze für Scans und empfiehlt, Text mit weniger als etwa 10 Pixel x-Höhe vorher hochzuskalieren.

Praktisch heißt das: lieber ein Scan mit 300 dpi als ein Handyfoto aus der Ferne, und lieber ein Screenshot in Originalgröße als einer, der vorher verkleinert wurde.

Was bedeutet der Konfidenzwert?

Die Engine gibt für die Vorlage einen Mittelwert zwischen 0 und 100 aus. Als grobe Einordnung:

  • ab 85 — sieht sauber aus, trotzdem Zahlen und Eigennamen prüfen
  • 70 bis 85 — brauchbar, aber mit Fehlern rechnen
  • unter 70 — bessere Vorlage besorgen (näher heran, mehr Licht, gerader Winkel)

Wichtig: Der Wert misst, wie sicher sich das Modell ist — nicht, ob es recht hat. OCR irrt sich gelegentlich mit hoher Konfidenz, besonders bei Ziffern. Deshalb ist das Ergebnisfeld bearbeitbar: Korrigieren gehört zum Vorgang.

Deutsch, Englisch oder beides?

Jede Sprache bringt ihr eigenes Modell samt Wörterbuch mit. Ein deutsches Modell liest „Straße" richtig, ein englisches macht daraus schnell „StraBe". Bei gemischten Dokumenten kannst du Deutsch + Englisch wählen; das kostet etwas Tempo und ist je Sprache minimal ungenauer, spart aber zwei Durchgänge.

Warum lädt der erste Start Daten nach?

Weil die Erkennung auf deinem Gerät passiert. Beim ersten Mal kommen der WebAssembly-Kern (rund 3 MB) und das gewählte Sprachmodell (1,3 MB Deutsch, 3 MB Englisch) aus unserem eigenen Verzeichnis — nicht von einem fremden CDN. Danach liegen die Sprachdaten im Browser-Cache und der nächste Lauf startet sofort. Die Größe steht vor dem Start sichtbar da, damit im Mobilfunknetz niemand überrascht wird.

Was passiert mit meinem Bild?

Nichts, was es verlässt. Das Bild wird in ein Canvas gezeichnet, an den Erkennungs-Worker im selben Tab übergeben und danach verworfen. Es gibt keine Upload-Adresse, keine Warteschlange und kein Konto. Das ist der eigentliche Grund für diese Variante: Gehaltsabrechnungen, Arztbriefe und Verträge gehören nicht auf einen fremden Server.

Ehrliche Grenzen

  • Keine Handschrift, keine Fraktur — die Modelle sind auf moderne Druckschrift trainiert.
  • Kein Layout-Erhalt — mehrspaltige Seiten, Tabellen und Formulare kommen als fortlaufender Text zurück; die Spaltenreihenfolge kann durcheinandergeraten.
  • Kein automatisches Geraderücken, keine Belichtungskorrektur.
  • Ein Bild pro Durchgang. Für ganze Dokumente gibt es das PDF-Werkzeug „durchsuchbar machen", das jede Seite einzeln erkennt und eine unsichtbare Textebene einbaut.

Häufige Fragen

Wird mein Bild auf einen Server geladen?

Nein. Die Erkennungs-Engine (Tesseract, nach WebAssembly übersetzt) wird einmal geladen und läuft danach in deinem Browser-Tab. Das Bild wird auf deinem Gerät in ein Canvas gezeichnet und nirgendwohin gesendet — es gibt keine Upload-Adresse. Du kannst es selbst prüfen: Trenne nach dem Laden von Seite und Sprachdaten die Internetverbindung, die Erkennung läuft weiter.

Warum lädt der erste Durchgang mehrere Megabyte?

Weil OCR-Engine und Sprachmodell in deinem Browser laufen und nicht auf unserem Server. Der WebAssembly-Kern ist rund 3 MB groß, eine Sprache kommt mit 1,3 MB (Deutsch) bzw. 3 MB (Englisch) dazu. Die Größe steht vor dem Start da; danach bleiben die Sprachdaten im Browser-Cache, der nächste Durchgang startet sofort.

Wie genau ist das Ergebnis?

Bei sauberen Screenshots und geraden 300-dpi-Scans meist sehr gut. Bei Handyfotos sinkt die Trefferquote: Perspektive, Schatten, Bewegungsunschärfe und schwacher Kontrast kosten jeweils Genauigkeit — die Tesseract-Dokumentation nennt 300 dpi als praktische Untergrenze und empfiehlt, Text mit weniger als etwa 10 Pixel x-Höhe vorher hochzuskalieren. Wir zeigen den Konfidenzwert der Engine an, aber er ist ein Hinweis und kein Beweis: OCR kann sich auch selbstbewusst irren. Zahlen und Namen bitte immer gegenlesen.

Erkennt es Handschrift oder Fraktur?

Nein. Die mitgelieferten Modelle sind auf moderne gedruckte deutsche und englische Schrift trainiert. Handschrift, Fraktur, stark stilisierte Logos und Nadeldrucker-Ausdrucke liegen außerhalb — erzwungen kommt dabei plausibel aussehender Unsinn heraus statt eines hilfreichen Fehlers.

Welche Sprachen kann ich wählen?

Deutsch, Englisch oder beides gleichzeitig. Beides hilft bei gemischten Dokumenten, ist aber langsamer und je Sprache etwas ungenauer — bei einsprachigen Vorlagen also lieber eine Sprache wählen.

Kann ich einen Screenshot direkt einfügen?

Ja. Screenshot mit dem Tastenkürzel deines Systems aufnehmen und irgendwo auf dieser Seite Strg+V (auf dem Mac Cmd+V) drücken — das Bild wird aus der Zwischenablage übernommen. Drag-and-drop und die Dateiauswahl funktionieren genauso.