Bild drehen und spiegeln – ohne doppelt gedrehte Handyfotos
Lade ein Foto, drehe es in 90°-Schritten nach links oder rechts, spiegle es waagerecht oder senkrecht und exportiere das Ergebnis als JPG, PNG oder WebP. Die EXIF-Ausrichtung wird beim Laden eingerechnet – ein Handyfoto kommt richtig herum an, statt doppelt gedreht zu werden. Alles läuft lokal in deinem Browser, ohne Upload.
Warum liegt mein Handyfoto überhaupt quer?
Viele Kameras speichern die Pixel so, wie der Sensor sie sieht, und notieren die richtige Lage nur als Ausrichtungsfeld im Dateikopf – der EXIF-Standard der CIPA (DC-008) definiert dafür acht mögliche Lagen. Programme, die das Feld auswerten, zeigen das Foto richtig; Programme, die es ignorieren, zeigen es gekippt. Dieses Werkzeug liest die Ausrichtung beim Laden ein und rechnet die endgültige Lage beim Export fest in die Pixel – danach zeigt jedes Programm dasselbe Bild.
Ist das Drehen verlustfrei?
Die Drehung selbst ja: In 90°-Schritten wird nichts interpoliert, jeder Bildpunkt wechselt nur den Platz. Was beim Speichern passiert, entscheidet das Format:
- PNG bleibt verlustfrei – bei deckenden Bildern sind die Bildpunkte danach exakt die alten, nur an neuer Stelle. Einzige Ausnahme: Halbtransparente Pixel können durch die Alpha-Verrechnung der Canvas minimal gerundete Farbwerte bekommen.
- JPG und WebP kodieren neu. Bei hoher Qualität ist der Unterschied unsichtbar, aber die Datei ist nicht Byte für Byte das Original. Eine exakt verlustfreie JPEG-Rotation im Stil von jpegtran bietet dieses Werkzeug nicht.
Kann ich Drehen und Spiegeln kombinieren?
Ja, beliebig oft und in jeder Reihenfolge – am Ende ist jede Kombination eine von acht möglichen Lagen. Ein Detail rechnet das Werkzeug dabei für dich mit: Nach einer Spiegelung bedeutet „rechts drehen“ in den Bilddaten die Gegenrichtung. Die Knöpfe drehen deshalb immer so, wie es auf dem Bildschirm aussieht, und die Vorschau zeichnet mit exakt derselben Rechnung wie der Export – was du siehst, ist was du bekommst.
Ehrliche Grenzen
Beim Export wird das Bild neu geschrieben; dabei gehen EXIF-Metadaten samt GPS-Position verloren. Meist ist das ein Gewinn für die Privatsphäre – brauchst du die Felder, behalte das Original oder sieh sie dir vorher im EXIF-Werkzeug dieser Seite an. Freie Winkel abseits der 90°-Schritte gibt es hier bewusst nicht: Sie erzwingen Interpolation und beschnittene Ecken. Und sehr große Bilder über ~16,7 Megapixel werden vor der Bearbeitung aufs sichere Canvas-Limit verkleinert; das Werkzeug weist dann darauf hin.