EXIF-Daten aus einem Foto entfernen — bevor du es teilst
Lade ein Foto, sieh welche Metadaten es enthält (GPS-Position, Kameramodell, Aufnahmezeit) und lade eine saubere Kopie ohne diese Daten herunter. Alles passiert in deinem Browser — das ist hier keine Nebensache, sondern der Kern: Ein Foto, dessen Standortdaten du löschen willst, sollte dafür nicht erst über einen fremden Server laufen.
Was steht überhaupt im EXIF-Header?
Jede Digitalkamera und jedes Smartphone schreibt beim Auslösen Metadaten in die Bilddatei: Modell, Objektiv, Belichtung, exakter Zeitstempel — und bei aktiviertem Standort die GPS-Koordinaten des Aufnahmeorts. Die sind präziser, als viele denken: EXIF speichert Breite und Länge bis auf Bruchteile einer Winkelsekunde, und eine Winkelsekunde geografischer Breite entspricht am Boden rund 31 Metern. Ein unbedacht geteiltes Foto kann damit deine Wohnadresse verraten.
Reicht es nicht, dass Instagram & Co. EXIF entfernen?
Beim Upload in große Plattformen: meistens ja. Aber E-Mail-Anhänge, Cloud-Freigaben, USB-Sticks und viele Messenger geben die Datei unverändert weiter — mitsamt Metadaten. Sobald du die Datei selbst weitergibst (Bewerbung, Kleinanzeige, Forum), bist du selbst für die Bereinigung verantwortlich.
Ehrliche Grenzen
- Das Entfernen ist verlustfrei: Nur die Metadaten-Blöcke werden aus der Datei geschnitten, die Bilddaten bleiben Byte für Byte identisch. Die Orientation-Angabe ist aber Teil von EXIF — bei gedrehten Fotos bietet das Tool an, die Drehung vorher fest in die Pixel zu rechnen (eine einmalige Neukodierung), damit das Foto nicht quer liegt.
- Version 1 kann nur JPEG — PNG und WebP folgen. In der Praxis ist das die Hauptbaustelle: Kamera- und Handyfotos mit GPS sind fast immer JPEGs.
- Entfernt werden die Metadaten der Datei — sichtbarer Bildinhalt (Straßenschilder, Spiegelungen) bleibt natürlich erkennbar.
- Bereits geteilte Kopien behalten ihre Metadaten; bereinigen wirkt nur für die Zukunft.