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Farbpipette – Farbe aus einem Bild aufnehmen und Palette ableiten

Bild laden, mit der Lupe genau treffen, mit einem Klick aufnehmen. HEX, RGB und HSL kopieren, dazu eine Palette nach Flächenanteil.

Läuft lokal – nichts wird hochgeladen

Bild auswählen oder hierher ziehen

JPG, PNG, WebP, GIF und alles andere, was dein Browser anzeigen kann.

Screenshot in der Zwischenablage? Mit Strg + V (Mac: Cmd + V) fügst du ihn direkt hier ein.

Farbe vom Bildschirm aufnehmen

Aufgenommene Farbe

Noch keine Farbe aufgenommen. Klick ins Bild oder nutze die Bildschirm-Pipette.

Dein Bild verlässt dein Gerät nie: Es wird im Browser gelesen, nichts wird gesendet, nichts gespeichert.

Farbe aus einem Bild aufnehmen

Lade ein Bild, fahr mit dem Zeiger darüber und klick auf die Stelle, deren Farbe du brauchst. Die Lupe zeigt die Bildpunkte vergrößert, damit du auch an einer Kante genau triffst. Der Wert steht sofort als HEX, RGB und HSL zum Kopieren bereit, dazu eine Palette der häufigsten Farben des Bildes. Alles rechnet dein Browser, das Bild wird nirgendwohin geschickt.

Wie treffe ich den richtigen Bildpunkt?

Ein Bild wird auf dem Bildschirm fast nie in seiner echten Größe gezeigt. Ein Foto mit 4000 Punkten Breite passt in eine Spalte von 600 Punkten, jeder angezeigte Punkt steht also für rund sieben echte. Genau dort greift eine Pipette daneben: Sie liest den angezeigten Punkt statt des Bildpunkts darunter.

Dieses Werkzeug rechnet die Zeigerposition erst in einen Anteil der Anzeigefläche um und daraus in Bildspalte und Bildzeile. Die Lupe zeigt neun mal neun echte Bildpunkte um das Fadenkreuz herum, mit dem aufgenommenen Punkt in der Mitte. Am Bildrand bleiben die Felder leer, statt auf der Gegenseite weiterzulaufen.

Drei Wege führen zum Bild:

  • Auswählen oder Ablegen. Die Fläche nimmt jedes Format an, das dein Browser anzeigen kann, also JPG, PNG, WebP, GIF und meist auch AVIF.
  • Einfügen. Ein Screenshot in der Zwischenablage landet mit Strg + V (Mac: Cmd + V) direkt im Werkzeug, ganz ohne Datei.
  • Tastatur. Wähl das Bild mit der Tabulatortaste an, bewege das Fadenkreuz mit den Pfeiltasten, mit gedrückter Umschalttaste in Zehnerschritten, und nimm die Farbe mit Enter auf.

Kann ich Farben außerhalb dieser Seite aufnehmen?

In manchen Browsern ja. Die EyeDropper-API übergibt die Pipette an das Betriebssystem: Der Zeiger wird zur Lupe und liest jeden Bildpunkt deines Bildschirms, auch aus einem anderen Fenster, einem Video oder einem PDF. Das ist der eigentliche Mehrwert gegenüber einer reinen Bild-Pipette.

Sie ist aber nicht überall vorhanden. Stand 2026 gilt:

BrowserBildschirm-Pipette
Chrome, Edge, Opera (Chromium)vorhanden, nur über HTTPS
Firefoxnicht vorhanden
Safari (macOS und iOS)nicht vorhanden

Deshalb erscheint der Knopf hier nur, wenn dein Browser die Funktion wirklich anbietet. Fehlt sie, steht an derselben Stelle ein klarer Hinweis. Ein stiller Ersatz, der stattdessen etwas anderes tut, wäre schlimmer als die ehrliche Auskunft. Technische Beschreibung: MDN, EyeDropper API.

Ohne die API kommst du trotzdem ans Ziel: Screenshot machen, mit Strg + V einfügen, Farbe aufnehmen.

Wie entsteht die Palette?

Nicht durch fünf zufällig gezogene Bildpunkte. Das klingt banal, ist aber genau die Stelle, an der viele Paletten-Werkzeuge falsch liegen, und zwar aus zwei Gründen.

Erstens das Rauschen. In einem Foto ist keine Fläche exakt einfarbig. Eine rote Wand besteht aus hunderten leicht verschiedenen Rottönen. Wer exakte Farbwerte zählt, findet dort nirgends eine Häufung und nennt stattdessen die kleinere, aber technisch einfarbige Fläche daneben zuerst. Deshalb kommt jeder ausgewertete Punkt zuerst in ein grobes Raster mit 32 statt 256 Stufen je Kanal, und benachbarte Raster werden anschließend zusammengefasst.

Der Abstand dafür wird nicht in RGB gemessen, sondern in OKLab. In RGB liegen zwei Grüntöne, die das Auge kaum unterscheidet, zahlenmäßig weit auseinander, während zwei deutlich verschiedene Blautöne dicht beieinanderliegen. OKLab ist so gebaut, dass gleiche Zahlenabstände ungefähr gleichen wahrgenommenen Abständen entsprechen (Björn Ottosson, 2020); derselbe Farbraum steht seit CSS Color Level 4 auch im Browser zur Verfügung.

Zweitens der Hintergrund. In fast jedem Produktfoto, Screenshot und Logo belegen Weiß und Schwarz die größte Fläche. Sortiert man stur nach Fläche, besteht jede Palette aus fünf Grautönen, und die Farbe, wegen der du das Bild geladen hast, steht nicht drin. Hier werden Fast-Weiß und Fast-Schwarz von Anfang an getrennt gezählt und getrennt ausgewiesen. Die Farbliste bleibt damit eine Farbliste, und du siehst trotzdem, wie viel Fläche Hintergrund und Schatten belegen.

Ein knalliges Hellgelb rutscht dabei nicht in den Weiß-Topf: Fast-Weiß greift nur, wenn die Farbe zugleich sehr hell und sehr flau ist.

Welches Farbformat brauche ich wofür?

FormatBeispielWofür es sich lohnt
HEX#4f46e5Kürzeste Schreibweise, funktioniert überall, Standard in Design-Werkzeugen
RGBrgb(79, 70, 229)Gut lesbar, wenn Werte aus Code entstehen oder einzeln gerechnet werden
HSLhsl(244, 76%, 59%)Farbton, Sättigung und Helligkeit getrennt, ideal zum gezielten Abwandeln

Alle drei beschreiben dieselbe sRGB-Farbe. Es geht also nicht um Qualität, sondern um deinen nächsten Schritt. Brauchst du zusätzlich HSV, OKLCH, CMYK oder den passenden CSS-Farbnamen, rechnet der Farb-Konverter alles auf einmal um und liefert Aufhellungen, Abdunklungen und Harmonien dazu.

Ist die Farbe als Textfarbe lesbar?

Direkt unter dem aufgenommenen Wert steht das Kontrastverhältnis nach WCAG gegen Weiß und gegen Schwarz. WCAG 2.1, Erfolgskriterium 1.4.3, verlangt mindestens 4,5:1 für normalen Text und 3:1 für großen Text (W3C).

Dass diese Prüfung nicht nebensächlich ist, zeigt die Auswertung WebAIM Million 2024: Auf 81,0 Prozent der eine Million untersuchten Startseiten stand Text mit zu geringem Kontrast, der mit Abstand häufigste automatisch erkennbare Verstoß (webaim.org/projects/million).

Schafft weder Weiß noch Schwarz den nötigen Wert, taugt die Farbe allein nicht als Textfarbe. Der Kontrast-Checker prüft dann das konkrete Paar und schlägt die nächste Helligkeit vor, die das Kriterium erfüllt, ohne den Farbton zu verändern.

Wo liegen die Grenzen?

  • JPEG verändert Bildpunkte. Die Kompression arbeitet in Blöcken; an Kanten und in ruhigen Flächen weicht der gespeicherte Wert vom ursprünglichen ab. Für eine exakte Markenfarbe ist die Design-Datei die Quelle, nicht das Foto.
  • Farbprofile werden umgerechnet. Trägt das Bild ein Profil, das nicht sRGB ist, wandelt der Browser es um, bevor die Punkte auf der Zeichenfläche liegen. Du bekommst also den Wert, den Besucher sehen, nicht zwingend den, der in der Datei steht.
  • Ein Screenshot ist keine Datei. Er hält fest, was dein Bildschirm zeigt, inklusive Helligkeit, Nachtmodus und Bildschirmprofil.
  • Sehr große Bilder werden verkleinert. Die Zeichenfläche des Browsers ist unter iOS auf rund 16,7 Megapixel begrenzt. Darüber verkleinert das Werkzeug proportional und sagt es dir; die Farben verschieben sich dadurch minimal.
  • Halbtransparente Bildpunkte kommen mit ihrem Alphawert zurück und werden für die Palette übergangen. Was du auf einem farbigen Untergrund tatsächlich siehst, ist die gemischte Farbe, nicht dieser Wert.
  • CMYK ist keine Umrechnung ohne Profil. Für den Druck ist der Wert hier ein Anhaltspunkt, keine Vorlage.

Häufige Fragen

Kann ich eine Farbe von irgendwo auf dem Bildschirm aufnehmen, nicht nur aus einem Bild?

Ja, aber nicht in jedem Browser. Die Bildschirm-Pipette nutzt die EyeDropper-API des Browsers und nimmt damit jeden Bildpunkt deines Bildschirms auf, auch aus anderen Fenstern. Stand 2026 gibt es sie nur in Chromium-Browsern (Chrome, Edge, Opera) und nur im sicheren Kontext, den diese Seite bietet. Firefox und Safari haben sie nicht. Der Knopf erscheint deshalb nur, wenn die Funktion wirklich da ist, und sonst steht dort ein klarer Hinweis statt eines stillen Ersatzes, der etwas anderes tut. Ohne die API lädst du ein Bild oder fügst einen Screenshot mit Strg + V ein.

Wie entsteht die Palette?

In drei Schritten. Zuerst kommt jeder ausgewertete Bildpunkt in ein grobes Farbraster mit 32 statt 256 Stufen je Kanal, denn in einem Foto haben kaum zwei Punkte exakt denselben Wert. Dann werden benachbarte Raster im Farbraum OKLab zusammengefasst, der Abstände so misst wie das Auge und nicht wie die RGB-Zahlen. Zum Schluss wird nach Punktzahl sortiert. Fast-Weiß und Fast-Schwarz zählen von Anfang an getrennt, sonst füllen Hintergrund und Schatten jeden Platz und die Palette besteht aus fünf Grautönen.

Wird mein Bild irgendwohin hochgeladen?

Nein. Die Datei wird vom Bild-Dekoder deines Browsers gelesen, auf eine Zeichenfläche gelegt und dort ausgewertet. Kein Upload, kein API-Aufruf, kein Logging, nichts wird gespeichert. Du kannst die Verbindung trennen, das Werkzeug arbeitet weiter. Aus demselben Grund werden sehr große Fotos vorher verkleinert: Die Zeichenfläche des Browsers hat unter iOS eine harte Grenze von rund 16,7 Megapixeln, und das Werkzeug sagt dir, wenn es so weit war.

Warum weicht die aufgenommene Farbe leicht vom Original ab?

Dafür gibt es meist drei Gründe. Die JPEG-Kompression verändert Bildpunkte, vor allem an Kanten und in ruhigen Flächen. Ein eingebettetes Farbprofil, das nicht sRGB ist, rechnet der Browser um, bevor die Punkte auf der Zeichenfläche landen. Und ein Screenshot hält fest, was der Bildschirm zeigt, nicht was in der Datei steht. Brauchst du den exakten Wert aus einer Design-Datei, hol ihn dort; brauchst du den Wert, den Menschen wirklich sehen, bist du hier richtig.

Welches Format gehört in mein CSS?

HEX ist am kürzesten und funktioniert überall, deshalb steht es hier oben. rgb() liest sich besser, wenn Werte aus Code entstehen. hsl() ist das Format der Wahl, wenn du eine Farbe absichtlich abwandeln willst, denn Helligkeit und Sättigung sind getrennte Zahlen, an denen du drehen kannst, ohne den Farbton zu verlieren. Alle drei beschreiben dieselbe sRGB-Farbe, es geht also um deinen nächsten Schritt und nicht um Qualität.

Woher weiß ich, ob Text in dieser Farbe lesbar ist?

Das Werkzeug zeigt sofort das WCAG-Kontrastverhältnis der aufgenommenen Farbe gegen Weiß und gegen Schwarz. WCAG 2.1, Erfolgskriterium 1.4.3, verlangt mindestens 4,5:1 für normalen Text und 3:1 für großen Text. Schafft weder Weiß noch Schwarz das, taugt die Farbe allein nicht als Textfarbe. Der neben den Zahlen verlinkte Kontrast-Checker schlägt dann die nächste Helligkeit vor, die es schafft.