tooloora

Mikrofon-Test – Pegel, Übersteuerung und Spektrum im Browser

Pegel in dBFS mit Spitzenhalter, Wellenform und Frequenzspektrum live. Der Test erkennt Übersteuerung und Stille, wechselt das Gerät ohne Neuladen und spielt eine 5-Sekunden-Probeaufnahme ab.

Läuft lokal – nichts wird hochgeladen

Dein Ton bleibt auf deinem Gerät: Gemessen wird im Browser, die Probeaufnahme liegt nur im offenen Tab. Hochgeladen wird nichts.

Das Mikrofon bleibt aus, bis du den Test startest.

Pegel

Satter Balken: Mittelwert (RMS), blasser Balken: Spitze, Strich: Spitzenhalter. Sprachspitzen gehören in den grünen Bereich zwischen -20 und -3 dBFS.

Mittelwert (RMS)
dBFS
Spitze, gehalten
dBFS
Wellenform

Die Mittellinie ist Stille, oben und unten liegt die Grenze von 0 dBFS. Rot gefärbte Stellen stoßen an diese Grenze.

Frequenzspektrum

Beim Sprechen wölbt sich das Spektrum zwischen etwa 100 Hz und einigen Kilohertz. Schmale Spitzen bei 50 Hz und ihren Vielfachen sind Netzbrummen.

Signalverarbeitung des Browsers

Browser bereiten Mikrofonton für Gespräche auf. Schalte die drei Stufen einzeln um und vergleiche zwei Probeaufnahmen, um zu hören, was sie mit deiner Stimme machen. Jede Änderung öffnet das Mikrofon neu.

Rechnet den Ton deiner Lautsprecher aus dem Mikrofonsignal heraus, damit dein Gegenüber sich nicht selbst hört.

Dämpft gleichmäßige Geräusche wie Lüfter oder Straßenlärm und kann dabei leise Silbenenden mitnehmen.

Hebt leise Stimmen an und bremst laute. Die Pegelanzeige zeigt dann den angepassten Ton, nicht den Rohpegel deines Mikrofons.

Probeaufnahme

Nimm 5 Sekunden auf und hör sie direkt hier an. Die letzten 2 Aufnahmen bleiben stehen, damit du vorher und nachher vergleichen kannst. Nichts davon verlässt den Tab.

Die Probeaufnahme geht, sobald der Test läuft.

    Diese Seite gibt dein Mikrofon nicht live über die Lautsprecher aus, deshalb kann nichts pfeifen. Zum Anhören dient die Probeaufnahme; mit Kopfhörern hörst du Rauschen und Verzerrung am deutlichsten.

    Solange der Test läuft, zeigt dein Browser sein Mikrofon-Symbol. „Test beenden“ und das Verlassen der Seite geben jede Mikrofonspur frei, dann erlischt es.

    In einem Hintergrund-Tab pausieren Anzeige und Erkennung. Das Mikrofon bleibt dabei offen, bis du den Test beendest.

    Wie teste ich mein Mikrofon?

    Klick auf „Mikrofon testen“, erlaube den Zugriff und sprich ein paar Sätze in normaler Lautstärke. Der Test zeigt den Pegel in dBFS mit Spitzenhalter, dazu Wellenform und Frequenzspektrum. Er sagt dir, ob deine Stimme zu leise, passend oder zu laut ankommt, warnt bei Übersteuerung und Stille und spielt eine 5-Sekunden-Probeaufnahme ab. Alles läuft in deinem Browser.

    Was bedeutet dBFS?

    dBFS heißt Dezibel bezogen auf die Vollaussteuerung (englisch full scale). 0 dBFS ist der größte Wert, den ein digitales Signal annehmen kann, jeder echte Pegel liegt darunter; 6 dB weniger halbieren die Amplitude. Der Test zeigt den Mittelwert (RMS), der näher an der gehörten Lautstärke liegt, und die gehaltene Spitze, die über Übersteuerung entscheidet.

    SignalSpitzeMittelwert (RMS)
    Sinuston, voll ausgesteuert0 dBFS−3,0 dBFS
    Sinuston, halbe Amplitude−6,0 dBFS−9,0 dBFS
    Stille−∞−∞ (Anzeige: unter −60)

    Die Messnorm AES17 der Audio Engineering Society legt die Skala so, dass ein voll ausgesteuerter Sinuston auch als Mittelwert 0 dB FS zeigt. Programme nach dieser Konvention zeigen RMS-Werte deshalb 3 dB höher als dieser Test, die Spitzen stimmen überein.

    Wie laut sollte mein Mikrofon sein?

    Beim Sprechen sollten die Spitzen zwischen −20 und −3 dBFS liegen, der Test markiert diesen Bereich grün. Das sind Praxiswerte aus der Sprachaufnahme, keine Norm: Darunter muss die Stimme später stark angehoben werden, und das Rauschen wird um denselben Betrag lauter. Darüber reicht eine lautere Silbe, um an die Grenze zu stoßen. Der Rundfunk arbeitet mit ähnlicher Reserve, die Empfehlung EBU R 68 legt den Bezugspegel digitaler Studiotechnik auf −18 dBFS.

    Bewertet wird der lauteste Moment der letzten drei Sekunden, damit Sprechpausen nicht als „zu leise“ zählen. Mit eingeschalteter automatischer Pegelanpassung misst der Test den bereits angepassten Ton, nicht den Rohpegel deines Mikrofons.

    Woran erkennt der Test Übersteuerung?

    Digital ist bei 0 dBFS Schluss: Lautere Wellenberge werden flach abgeschnitten, das klingt kratzig und lässt sich nicht reparieren. Der Test sucht in jedem Messfenster mindestens drei aufeinanderfolgende Samples ab 99 % der Vollaussteuerung und warnt erst, wenn das in drei getrennten Fenstern binnen zwei Sekunden passiert. Ein Klopfen ans Mikrofon löst also nichts aus.

    Warum hört der Test nichts?

    Kommen drei Sekunden lang reine Nullen an, fehlt sogar das Grundrauschen, das jedes echte Mikrofon hat: Das Signal ist irgendwo abgeschaltet. Bleibt jede Spitze fünf Sekunden unter −50 dBFS, kommt dagegen Ton an, aber kaum etwas. Prüf dann der Reihe nach:

    1. Stummschalter am Headset oder am Kabel, Stummtaste der Tastatur
    2. das gewählte Gerät, denn ein Laptop mit Headset und Webcam hat oft drei Eingänge
    3. den Eingangspegel: Windows 11 unter Einstellungen › System › Sound › Eingabe, macOS unter Systemeinstellungen › Ton › Eingabe
    4. die Freigabe für den Browser: Windows 11 unter Datenschutz und Sicherheit › Mikrofon, macOS unter Datenschutz & Sicherheit › Mikrofon

    Eine Voraussetzung heilt keine Einstellung: Die W3C-Spezifikation Media Capture and Streams bindet den Mikrofonzugriff an einen sicheren Kontext, über unverschlüsseltes http bleibt das Mikrofon gesperrt.

    Echo- und Rauschunterdrückung: an oder aus?

    Dieselbe Spezifikation beschreibt drei Stufen, die Browser vor das Mikrofon schalten können: Echounterdrückung, Rauschunterdrückung und automatische Pegelanpassung. Für Gespräche über Lautsprecher gehört die Echounterdrückung an, sonst hört dein Gegenüber sich selbst. Für Gesang, Instrumente oder eine Aufnahme zum Nachbearbeiten stören alle drei eher, weil sie in den Klang eingreifen. Der Test schaltet jede Stufe einzeln um und zeigt unter „Was der Browser meldet“, ob er die Änderung wirklich übernommen hat.

    Was passiert mit der Probeaufnahme?

    Sie dauert fünf Sekunden und bleibt im Arbeitsspeicher des offenen Tabs. Die letzten zwei stehen nebeneinander, beschriftet mit dem Stand der Signalverarbeitung: einmal mit, einmal ohne Rauschunterdrückung aufnehmen und vergleichen. Der WAV-Download ist eine unkomprimierte Kopie dessen, was der Browser komprimiert aufgezeichnet hat, keine verlustfreie Rohaufnahme.

    Was der Test nicht kann

    • Schalldruck messen: dBFS beschreibt das digitale Signal, nicht die Lautstärke im Raum.
    • Gesang und Instrumente bewerten: Die Grenzen „zu leise“ und „zu laut“ gelten für Sprache.
    • Im Hintergrund weiterlaufen: In einem verborgenen Tab pausieren Anzeige und Erkennung, das Mikrofon bleibt offen, bis du den Test beendest.

    Häufige Fragen

    Wie teste ich mein Mikrofon online?

    Klick auf „Mikrofon testen“, erlaube den Zugriff und sprich ein paar Sätze in normaler Lautstärke. Bewegen sich Pegelbalken und Wellenform, kommt Ton an. Die Einordnung darunter sagt, ob deine Spitzen zu leise, passend oder zu laut sind. Mit der 5-Sekunden-Probeaufnahme hörst du, was wirklich im Browser ankommt, also auch, was eine eingeschaltete Rauschunterdrückung aus deiner Stimme macht.

    Warum zeigt der Mikrofon-Test nichts an?

    Meist ist es eine von vier Ursachen: ein Stummschalter am Headset oder die Stummtaste der Tastatur, ein falsch gewähltes Eingabegerät, ein heruntergeregelter Eingangspegel in den Systemeinstellungen oder eine fehlende Mikrofon-Freigabe im Betriebssystem. Liefert das Mikrofon 3 Sekunden lang reine Nullen ohne jedes Grundrauschen, sagt der Test das ausdrücklich, denn das spricht für einen Stummschalter oder eine Sperre statt für ein leises Mikrofon.

    Wie laut sollte mein Mikrofon eingestellt sein?

    Beim Sprechen sollten die Spitzen zwischen −20 und −3 dBFS liegen. Das ist ein Praxiswert aus der Sprachaufnahme, keine Norm: Darunter muss die Stimme stark angehoben werden und das Rauschen steigt mit, darüber reicht eine lautere Silbe zum Übersteuern. Bewertet wird der lauteste Moment der letzten 3 Sekunden, damit Sprechpausen nicht als zu leise zählen.

    Was heißt dBFS, und warum sind die Werte negativ?

    dBFS bedeutet Dezibel bezogen auf die Vollaussteuerung. 0 dBFS ist der größte Wert, den ein digitales Signal annehmen kann, deshalb liegt jeder echte Pegel darunter. 6 dB weniger halbieren die Amplitude. Über die Lautstärke im Raum sagt dBFS nichts, weil Empfindlichkeit des Mikrofons und Eingangspegel des Systems dazwischenliegen.

    Soll ich Rauschunterdrückung und Echounterdrückung einschalten?

    Für Gespräche über Lautsprecher ja: Die Echounterdrückung hält den Ton deiner Lautsprecher aus dem Mikrofon heraus. Für Musik oder eine Aufnahme, die du später bearbeitest, eher nicht, denn beide Stufen greifen in den Klang ein. Schalte sie im Test einzeln um und vergleiche zwei Probeaufnahmen direkt nacheinander. Ob dein Browser die Änderung übernommen hat, zeigt der Bereich „Was der Browser meldet“.

    Wird mein Ton hochgeladen?

    Nein. Pegel, Wellenform und Spektrum berechnet dein Browser aus dem laufenden Signal, die Probeaufnahme liegt nur im Arbeitsspeicher des offenen Tabs. Die Seite gibt das Mikrofon auch nicht live über die Lautsprecher aus, es kann also nichts rückkoppeln. Mit „Test beenden“ oder beim Verlassen der Seite wird jede Mikrofonspur freigegeben.