Was dieser Webcam-Test zeigt
Klick auf „Kamera starten“ und erlaube den Zugriff: Der Test zeigt sofort das Livebild und die Werte, die deine Webcam tatsächlich liefert, also Auflösung, Seitenverhältnis, Megapixel, die Bildrate laut Treiber und die gemessene Bildrate. Ein Auflösungstest fragt 2160p bis 480p einzeln an. Das Bild bleibt im Browser, nichts wird hochgeladen.
Warum funktioniert meine Webcam nicht?
Der Browser meldet jeden Fehlschlag mit einem festen Namen aus der W3C-Spezifikation „Media Capture and Streams“. Der Test übersetzt diesen Namen und nennt die Abhilfe:
| Meldung des Browsers | Bedeutung | Abhilfe |
|---|---|---|
| NotAllowedError | Zugriff abgelehnt | Website-Einstellungen (Symbol links in der Adressleiste) oder Kamera-Freigabe im Betriebssystem |
| NotFoundError | keine Kamera gefunden | Kabel und USB-Anschluss prüfen, eine per Funktionstaste abgeschaltete Kamera wieder einschalten |
| NotReadableError | Kamera belegt | Zoom, Teams, OBS oder andere Tabs mit Videocall schließen |
| OverconstrainedError | gewählte Kamera nicht verfügbar | eine andere Kamera oder die Standardkamera wählen |
Ohne verschlüsselte Verbindung gibt es gar keinen Kamerazugriff: Dieselbe Spezifikation stellt die Kameraschnittstelle nur in sicheren Kontexten bereit, also über https. Sperrt das Betriebssystem die Kamera, nennt das Werkzeug den Weg in die Datenschutz-Einstellungen von Windows und macOS.
Welche Auflösung hat meine Webcam wirklich?
Die höchste Stufe, die der Auflösungstest als „geliefert“ markiert. Er fordert jede Stufe einzeln an und vergleicht angefragt mit erhalten; eine Full-HD-Webcam beantwortet die Anfrage nach 2160p mit 1920 × 1080. Kleinere Stufen kann ein Browser aus einem größeren Bild herunterrechnen. Der Test bittet ihn, das zu lassen; Chrome hält sich daran. Am meisten sagt deshalb die höchste gelieferte Stufe.
| Stufe | Pixel | Megapixel | Seitenverhältnis |
|---|---|---|---|
| 2160p (4K UHD) | 3840 × 2160 | 8,3 | 16:9 |
| 1440p (QHD) | 2560 × 1440 | 3,7 | 16:9 |
| 1080p (Full HD) | 1920 × 1080 | 2,1 | 16:9 |
| 720p (HD) | 1280 × 720 | 0,9 | 16:9 |
| 480p (VGA) | 640 × 480 | 0,3 | 4:3 |
1920 × 1080 ist das HDTV-Bildformat der Empfehlung ITU-R BT.709, 3840 × 2160 das UHDTV-Format aus ITU-R BT.2020. Die Zahl vor dem „p“ ist die Zeilenzahl der kürzeren Seite, das „p“ steht für Vollbilder (progressive). Ein Telefon im Hochformat liefert 1080 × 1920 und damit ebenfalls 1080p.
Warum zeigt die Webcam weniger Bilder pro Sekunde als angegeben?
Der Treiber meldet, welche Bildrate eingestellt ist, nicht, wie viele Bilder wirklich ankommen. Der Test
zählt deshalb mit: Er erfasst jedes neue Videobild über requestVideoFrameCallback und mittelt die
Abstände der letzten drei Sekunden, Pausen und einzelne Ausreißer ausgenommen. Liegt der gemessene Wert
mehr als 10 % neben der Treiberangabe, steht ein Hinweis dabei.
Ein typischer Grund ist wenig Licht. Bei 30 Bildern pro Sekunde bleiben je Bild höchstens 33,3 Millisekunden Belichtungszeit; braucht die Automatik im Dunkeln länger, senkt die Kamera die Bildrate. Ein zweiter Grund ist die Leitung: USB 2.0 überträgt laut Spezifikation höchstens 480 Mbit/s, unkomprimiertes 1080p mit 30 Bildern pro Sekunde bräuchte bei 16 Bit je Pixel rund 995 Mbit/s. USB-2.0-Webcams komprimieren das Bild deshalb oder senken die Bildrate.
So benutzt du den Test
- Kamera starten und in der Abfrage des Browsers „Zulassen“ wählen.
- Bei mehreren Kameras die richtige in der Liste wählen; die Namen zeigt der Browser erst nach der Freigabe.
- Werte ablesen. Steht dort „nicht gemeldet“, gibt der Browser diesen Wert nicht heraus.
- Auflösungstest starten, wenn du wissen willst, was die Kamera höchstens liefert.
- Schnappschuss für ein PNG in voller Auflösung, zum Vergleich zweier Kameras oder für den Support.
- Kamera stoppen, dann ist sie wieder frei für Zoom, Teams und andere Programme.
Ist das Livebild fast schwarz, weist der Test darauf hin. Dann lohnt ein Blick auf die Linse: Steckt ein Abdeckschieber davor, oder ist die Kamera per Taste abgeschaltet?
Warum ist das Bild gespiegelt?
Die Vorschau zeigt dich wie ein Spiegel, so wie viele Videocall-Programme das eigene Bild anzeigen. Gespiegelt ist nur die Ansicht: Was die Kamera liefert und was der Schnappschuss speichert, ist es nicht. Mit „Vorschau spiegeln“ schaltest du die Spiegelung ab; bei der Rückkamera eines Telefons ist sie von Anfang an aus.
Datenschutz
Das Kamerabild verlässt dein Gerät nicht. Es läuft von der Kamera in den Browser und wird dort angezeigt und vermessen; es gibt keine Aufnahme und keinen Server, der etwas empfängt. Nach „Kamera stoppen“ und beim Verlassen der Seite beendet das Werkzeug alle Videospuren.