Was dieser Passwort-Generator macht
Dieses Tool erstellt starke Zufallspasswörter und merkbare Passphrasen direkt in deinem Browser. Wähle Zeichenklassen und Länge – oder wechsle in den Passphrasen-Modus und reihe Zufallswörter aus der EFF-Wortliste aneinander. Eine Live-Entropie-Anzeige zeigt, wie schwer das Ergebnis zu erraten wäre, und ein Klick kopiert es in die Zwischenablage.
Warum Zufallspasswörter wichtig sind
Der häufigste Grund für gekaperte Konten sind wiederverwendete oder erratbare Passwörter. Wird ein Dienst geleakt und du hast dasselbe Passwort woanders genutzt, probieren Angreifer es überall aus. Ein langes, zufälliges, einmaliges Passwort pro Konto beseitigt dieses Risiko – und ein Generator ist der einzige praktikable Weg, eines zu erzeugen, das du selbst nie erfinden würdest.
Wie die Stärkeanzeige funktioniert
Die Stärke wird in Bit Entropie gemessen – eine Schätzung, wie viele Versuche ein Angreifer bräuchte. Jedes zusätzliche Zeichen und jeder zusätzliche Zeichentyp vervielfacht die Möglichkeiten:
| Entropie | Bewertung | Grobe Bedeutung |
|---|---|---|
| unter 40 Bit | schwach | schnell knackbar |
| 40–60 Bit | mittel | okay für unwichtige Logins |
| 60–80 Bit | stark | gut für die meisten Konten |
| ab 80 Bit | sehr stark | für besonders wichtige Konten |
Am schnellsten steigt die Entropie über die Länge: ein längeres Passwort schlägt fast immer ein kurzes mit mehr Symboltypen.
Passwort oder Passphrase – was solltest du nehmen?
Eine Passphrase reiht zufällig gewählte Wörter aneinander: acorn.tiger.bonus.cider.wolf.
Das Prinzip heißt Diceware, und die Wörter stammen hier aus der EFF-Kurzliste, die
die Electronic Frontier Foundation 2016 im Beitrag „Deep Dive: EFF's New Wordlists for
Random Passphrases“ veröffentlicht hat – 1296 Wörter (6⁴, vier Würfelwürfe), jedes
höchstens fünf Zeichen, auf Merkbarkeit kuratiert und unter CC BY 3.0 lizenziert. Jedes
gleichverteilt gezogene Wort trägt log₂(1296) ≈ 10,3 Bit Entropie bei – fünf Wörter
erreichen also rund 52 Bit, sieben etwa 72. Die Anzeige rechnet das genauso ehrlich vor
wie im Zeichen-Modus.
Nimm eine Passphrase, wenn du das Geheimnis selbst merken oder tippen musst: Master-Passwort, WLAN-Schlüssel, Festplatten-Verschlüsselung. Nimm ein zufälliges Zeichen-Passwort für alles, was ohnehin im Passwort-Manager liegt. Eine ehrliche Einschränkung: Die Wortliste ist nur englisch, weil die EFF Kuratierung und Lizenz dokumentiert, während wir keine deutsche Liste mit vergleichbarer Herkunft gefunden haben – stark macht eine Passphrase die zufällige Auswahl, nicht die Sprache der Wörter. Die Großschreibung der Wörter ist reine Lesbarkeit und bringt keine Entropie – die Anzeige zählt sie deshalb nicht mit. Die optionale Endziffer wird zufällig gezogen und bringt ehrlich gut 3 Bit – nicht mehr, denn ihre Position ist fest.
Sicher konzipiert
Passwörter und Passphrasen werden mit dem kryptografischen Zufallsgenerator deines
Browsers erzeugt (crypto.getRandomValues) mit Rejection-Sampling – es gibt also keine
statistische Verzerrung zu bestimmten Zeichen oder Wörtern. Nichts wird an einen Server
gesendet, nichts geloggt, und erzeugte Passwörter werden nie gespeichert – nur deine
Einstellungen (Modus, Länge, Zeichensätze, Wortzahl) werden lokal gemerkt.
Tipps für den Alltag
- Nutze für jedes Konto ein einmaliges Passwort – niemals recyceln.
- Speichere sie in einem Passwort-Manager, damit du sie dir nicht merken musst.
- Aktiviere Zwei-Faktor-Authentifizierung, wo immer es geht.
- Schließe mehrdeutige Zeichen (l, I, 1, O, 0) aus, wenn du das Passwort von Hand liest oder tippst.
- Bei Passphrasen, die du dir merken musst, ist Länge wichtiger als Komplexität.