Was macht dieser Zufallsgenerator?
Dieses Tool trifft Zufallsentscheidungen direkt in deinem Browser: Namen per Glücksrad auslosen, Zahlen aus einem frei gewählten Bereich ziehen (mit oder ohne Wiederholung) oder eine ganze Liste neu mischen. Die Zufallswerte kommen aus dem kryptografischen Generator deines Geräts, nicht aus Math.random. Nichts wird hochgeladen, nichts gespeichert, kein Konto nötig.
Wie zufällig ist die Ziehung wirklich?
Jede Auswahl greift auf crypto.getRandomValues zu, die Web-Crypto-Schnittstelle deines Browsers. Sie liefert Werte aus dem Entropie-Pool des Betriebssystems. Die MDN Web Docs weisen bei Math.random ausdrücklich darauf hin, dass diese Funktion keine kryptografisch sicheren Zufallszahlen liefert und nicht für sicherheitsrelevante Zwecke verwendet werden darf – für crypto.getRandomValues gilt genau das Gegenteil.
Dazu kommt ein Detail, das viele Online-Generatoren übergehen: der Modulo-Bias. Nimmt man eine 32-Bit-Zufallszahl und rechnet einfach zahl % 3, sind die kleinsten Reste minimal häufiger, weil sich 2³² nicht glatt durch 3 teilen lässt. Wir verwerfen stattdessen die überzähligen Werte am oberen Rand und ziehen neu (Rejection-Sampling), bis ein Wert im gleichmäßig teilbaren Bereich landet. Der Unterschied ist winzig, aber messbar – und vermeidbar.
Wie mischt das Tool eine Liste?
Mit dem Fisher-Yates-Verfahren in der Fassung von Richard Durstenfeld (Communications of the ACM, 1964), die Donald Knuth in The Art of Computer Programming, Band 2, als Algorithmus P beschreibt. Es läuft von hinten nach vorn durch die Liste und tauscht jedes Element mit einem zufällig gewählten aus dem noch nicht bearbeiteten Rest. Ergebnis: Jede der n! möglichen Reihenfolgen ist exakt gleich wahrscheinlich, bei linearer Laufzeit.
Der naheliegende Einzeiler liste.sort(() => Math.random() - 0.5) leistet das nicht: Sortierverfahren erwarten eine konsistente Vergleichsfunktion, und mit einer zufälligen kippt die Verteilung sichtbar zugunsten bestimmter Reihenfolgen.
Ist das Glücksrad manipuliert?
Nein, aber die Reihenfolge ist umgekehrt, als man denkt: Zuerst wird der Gewinner gezogen, danach dreht sich das Rad genau bis zu diesem Segment. Die Animation ist Inszenierung, kein Teil der Ziehung. Ist im Betriebssystem „Bewegung reduzieren“ aktiv, entfällt die Drehung und das Ergebnis erscheint sofort – das Resultat ist dasselbe.
Praktisch für Teams: Mit der Option Gewinner entfernen rückt der Ausgeloste aus der Liste, sodass du der Reihe nach eine Rangfolge ziehen kannst, ohne von Hand zu löschen. Der Verlauf darunter hält fest, was bisher gezogen wurde.
Zufallszahlen mit oder ohne Wiederholung
- Mit Wiederholung: wie ein Würfel – jede Zahl kann mehrfach fallen. Sinnvoll für Simulationen, Stichproben mit Zurücklegen, Spielrunden.
- Ohne Wiederholung: wie eine Lottoziehung – jede Zahl kommt höchstens einmal. Fragst du mehr Zahlen an, als der Bereich hergibt (etwa 20 Zahlen aus 1 bis 5), zieht das Tool jeden Wert genau einmal und weist offen darauf hin, dass es die Anzahl gekürzt hat.
Bei kleinen Bereichen mischen wir den gesamten Bereich durch und schneiden ab; bei sehr großen Bereichen wird gezogen und bereits Gezogenes verworfen. Beide Wege sind gleichverteilt, sie unterscheiden sich nur im Speicherbedarf.
Wo sind die Grenzen?
Ehrlich gesagt: Diese Ziehung ist fair, aber nicht beweisbar. Weil nichts dein Gerät verlässt, existiert hinterher kein Protokoll, das wir bestätigen könnten. Für ein Gewinnspiel mit rechtlichen Auflagen brauchst du eine dokumentierte oder notariell begleitete Ziehung; für die Teamverlosung, die Sitzordnung oder das Wichteln reicht dieses Tool vollkommen.
Zweite Grenze: Das Rad bleibt bis etwa 30 Einträgen gut lesbar. Mehr Einträge werden zwar verarbeitet, die Beschriftung wird aber eng – für lange Listen ist der Modus Liste mischen die bessere Wahl.