*/15 * * * * lässt den Auftrag viermal pro Stunde laufen: zu Minute 0, 15, 30 und 45, in jeder Stunde an jedem Tag, also 96-mal täglich. Fünfzehn teilt die 60 glatt, deshalb bleibt der Abstand auch über die Stundengrenze hinweg gleich – das schafft nicht jede Schrittweite.
Wofür taugt ein Viertelstunden-Takt?
Er ist der übliche Kompromiss aus Aktualität und Last: Postfächer abgleichen, einen Zwischenspeicher auffrischen, Wechselkurse holen, Messwerte einsammeln. Die Daten sind höchstens eine Viertelstunde alt, und ein Auftrag, der gelegentlich zwei oder drei Minuten braucht, hat bis zum nächsten Start reichlich Luft. Überwachungs-Anzeigen mit Viertelstunden-Raster passen genau dazu.
Warum wird der Server zu :00, :15, :30 und :45 unruhig?
Weil alle dieselben runden Minuten wählen. Auf einer Maschine mit einem Dutzend Crontab-Zeilen feuert die Hälfte zu Minute 0, dazu kommen Sicherungen, Log-Rotation und Überwachungs-Agenten. Die Last zu entzerren kostet ein Zeichen: 3-59/15 behält den Viertelstunden-Takt, läuft aber zu 3, 18, 33 und 48.
Wie beschränke ich ihn auf die Geschäftszeit?
Enge das Stunden- und das Wochentagsfeld ein: */15 8-18 * * 1-5 läuft jede Viertelstunde zwischen 8 und 18:59 Uhr, montags bis freitags. Der Stundenbereich schließt beide Enden ein, 8-18 deckt also die komplette 18. Stunde bis 18:45 ab – ein häufiger Irrtum bei allen, die Schluss um sechs erwarten.
So trägst du den Ausdruck ein
- Zuerst klären, ob der Auftrag nachts laufen darf; wenn nicht, einen Stundenbereich wie 8-18 ergänzen.
- Die Zeile */15 * * * * samt Befehl in die Crontab eintragen und speichern.
- Laufen auf der Maschine schon mehrere Aufträge, den eigenen mit 3-59/15 versetzen, damit nicht alle gleichzeitig starten.
- Die oben angezeigten nächsten Termine mit dem vergleichen, was deine Überwachung erwartet.