tooloora

Cron jede Minute – * * * * * erklärt

Was * * * * * wirklich auslöst, wann ein Minutentakt gerechtfertigt ist und wie du zwei gleichzeitige Läufe verhinderst.

Läuft lokal – nichts wird hochgeladen

Beispiele

Im Klartext

Jede Minute, jeden Tag.

Feld für Feld

  • *Minute

    jede Minute

    Trifft: 0, 1, 2, 3, 4, 5 … 59

  • *Stunde

    jede Stunde

    Trifft: 0, 1, 2, 3, 4, 5 … 23

  • *Tag im Monat

    an jedem Tag des Monats

    Trifft: 1, 2, 3, 4, 5, 6 … 31

  • *Monat

    in jedem Monat

    Trifft: Jan, Feb, Mär, Apr, Mai, Jun … Dez

  • *Wochentag

    an jedem Wochentag

    Trifft: So, Mo, Di, Mi, Do, Fr, Sa

Nächste Ausführungen

Termine werden berechnet …

Diese Termine gelten in der Zeitzone, die auf dem Server eingestellt ist. Cron rechnet nichts um; die Vorschau hier nutzt die Uhr deines Geräts.

Der Ausdruck bleibt in deinem Browser – er wird nie an einen Server gesendet.

Weitere Ausdrücke

* * * * * lässt den Auftrag jede Minute laufen, rund um die Uhr, an jedem Tag des Jahres. Alle fünf Felder stehen auf Stern, was Cron als „jeder Wert“ liest. Das sind 1.440 Läufe pro Tag. Prüfe deshalb vorher, ob der Auftrag zuverlässig in deutlich unter einer Minute fertig wird.

Wie oft läuft * * * * * wirklich?

Sechzigmal pro Stunde, 1.440-mal pro Tag. Eine Minute ist zugleich die feinste Auflösung der klassischen Crontab: Ein Sekundenfeld gibt es nicht. Wer schneller takten will, braucht einen systemd-Timer, einen dauerhaft laufenden Dienst oder eine Schleife im Skript. Der erste Lauf kommt zur nächsten vollen Minute nach dem Speichern der Crontab.

Was passiert, wenn ein Lauf länger als eine Minute dauert?

Cron wartet nicht. Der nächste Lauf startet pünktlich, auch wenn der vorige noch arbeitet. Ein Skript, das zwei Minuten braucht, läuft dann dauerhaft in zwei Kopien, und auf einem ausgelasteten Server wächst daraus binnen Stunden ein Stapel hängender Prozesse. Die übliche Absicherung ist eine Sperre: flock -n auf eine Sperrdatei, dann beendet sich der zweite Start sofort.

Wann ist der Minutentakt die richtige Wahl?

Selten. Sinnvoll ist er für kurze lokale Prüfungen: eine Warteschlange abarbeiten, ein Lebenszeichen schreiben, eine Datei auf Änderungen ansehen. Alles, was fremde Programmierschnittstellen anspricht, gehört auf ein längeres Intervall, denn 1.440 Anfragen pro Tag laufen schnell ins Ratenlimit. Und wer eigentlich „sofort reagieren“ meint, fährt mit einem dauerhaften Dienst samt Warteschlange besser als mit jedem Zeitplan.

So trägst du den Ausdruck ein

  1. Crontab mit crontab -e öffnen – und zwar als der Benutzer, dessen Rechte der Auftrag braucht.
  2. Die Zeile * * * * * /pfad/zum/skript.sh eintragen und speichern.
  3. Den Befehl in flock -n /tmp/meinjob.lock einpacken, damit ein langsamer Lauf den nächsten nicht überholt.
  4. Die ersten Läufe im Log mitlesen, bevor du den Auftrag sich selbst überlässt.

Häufige Fragen

Kann Cron alle 30 Sekunden laufen?

Nicht direkt: Die kleinste Einheit einer Crontab ist eine Minute. Üblich sind zwei Einträge, bei denen der zweite mit sleep 30 beginnt, oder ein systemd-Timer mit OnUnitActiveSec=30s. Wer noch feiner takten muss, braucht ehrlicherweise einen dauerhaft laufenden Dienst.

Läuft * * * * * auch nachts und am Wochenende?

Ja. Alle fünf Felder stehen auf Stern, also ist keine Stunde, kein Tag, kein Monat und kein Wochentag ausgenommen. Wer Ruhezeiten braucht, schränkt das Stundenfeld ein, etwa mit * 6-22 * * * für einen Auftrag zwischen 6 und 22:59 Uhr.

Warum habe ich plötzlich Dutzende Prozesse?

Fast immer sind es überlappende Läufe: Der Auftrag braucht länger als eine Minute, und Cron startet trotzdem weiter neue Kopien. Abhilfe schafft eine Sperre mit flock -n oder ein Skript, das sich beendet, sobald ein Vorgänger noch läuft.

Wird mein Ausdruck an einen Server geschickt?

Nein. Das Zerlegen, die Klartext-Beschreibung und die nächsten Termine rechnet dein Browser selbst; der Ausdruck verlässt dein Gerät nie, und die Seite funktioniert auch offline. In Crontab-Zeilen stehen oft Pfade, Rechnernamen und Zugangsschlüssel – die bleiben besser lokal.