*/5 * * * * lässt den Auftrag alle fünf Minuten laufen: zu Minute 0, 5, 10 und so weiter bis 55, in jeder Stunde an jedem Tag. Der Schrägstrich ist eine Schrittweite, keine Division. Er geht den Minutenbereich vom Startpunkt aus in Fünferschritten ab, also zwölf Läufe je Stunde.
Was bedeutet der Schrägstrich in */5?
Er setzt eine Schrittweite auf einen Bereich. Der Stern davor steht für den vollen Bereich 0 bis 59, und /5 greift daraus jeden fünften Wert ab dem Anfang: 0, 5, 10 … 55. Dasselbe geht auf einem echten Bereich, und dort zählt der Anfang: 10-20/3 trifft 10, 13, 16 und 19 – nicht 12, 15 und 18.
Ist */5 dasselbe wie 0,5,10,15,20,25,30,35,40,45,50,55?
Ja, exakt dieselbe Minutenmenge, und jede Cron-Umsetzung behandelt beide Schreibweisen gleich. Die Liste lohnt sich, wenn die Werte unregelmäßig sind, etwa 0,7,42. Für einen gleichmäßigen Rhythmus ist die Schrittweite kürzer und später leichter zu ändern, und genau deshalb steht sie in fast jeder echten Crontab.
Warum reißt eine Schrittweite wie */7 eine ungleiche Lücke?
Weil die Schrittweite zu jeder vollen Stunde neu beginnt. */7 feuert zu Minute 0, 7, 14, 21, 28, 35, 42, 49 und 56 – und der nächste Lauf ist wieder Minute 0, also schon vier Minuten später. Nur Teiler von 60 (2, 3, 4, 5, 6, 10, 12, 15, 20, 30) ergeben über die Stundengrenze hinweg einen gleichmäßigen Takt.
So trägst du den Ausdruck ein
- Crontab mit crontab -e öffnen.
- Die Zeile */5 * * * * gefolgt vom Befehl eintragen, mit absoluten Pfaden – Cron startet mit einem sehr kargen PATH.
- Die Ausgabe irgendwohin lenken, etwa mit >> /var/log/meinjob.log 2>&1, damit ein Fehlschlag eine Spur hinterlässt.
- Oben im Erklärer die nächsten Termine prüfen und mit dem erwarteten Rhythmus vergleichen.