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Timer und Stoppuhr – Countdown, Runden und Wecker

Drei Werkzeuge in einem: Countdown mit vorstellbarer Dauer, Stoppuhr mit Runden und Wecker auf eine feste Uhrzeit. Das Ende meldet sich mit Ton und sichtbarem Signal, die Restzeit steht im Tab-Titel.

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5:00

Restzeit

Minuten und Sekunden dürfen über 59 gehen: 90 im Minutenfeld bedeutet anderthalb Stunden.

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Timer, Stoppuhr und Wecker in einem Werkzeug

Stell oben eine Dauer ein und drücke Starten: Der Countdown läuft im Browser und meldet das Ende mit Ton und sichtbarem Signal. Daneben liegen eine Stoppuhr mit Rundenzeiten und ein Wecker auf eine feste Uhrzeit. Die Restzeit steht im Tab-Titel, du kannst also in einem anderen Tab weiterarbeiten. Nichts wird hochgeladen.

Warum gehen viele Web-Timer im Hintergrund nach?

Weil sie zählen statt zu rechnen. Ein naiver Timer ruft alle 1.000 Millisekunden eine Funktion auf und zieht jedes Mal eine Sekunde ab. Das funktioniert genau so lange, wie der Browser diesen Takt auch einhält – und das tut er nicht. Chrome drosselt Timer in verdeckten Tabs seit Version 57 auf einen Aufruf pro Sekunde und seit Version 87 (Januar 2021) im sogenannten intensiven Modus auf einen Aufruf pro Minute, sobald ein Tab länger als fünf Minuten im Hintergrund liegt. Firefox und Safari kennen vergleichbare Grenzen, und ein Gerät im Ruhezustand hält alles komplett an.

Ein zählender Timer verliert damit genau die Zeit, in der er nicht aufgerufen wurde. Fünf Minuten im Hintergrund werden zu fünf Aufrufen und damit zu fünf abgezogenen Sekunden. Das ist kein Randfall, sondern der Normalfall: Einen Timer stellt man, um etwas anderes zu tun.

Wie rechnet dieses Werkzeug stattdessen?

Es merkt sich beim Start einen Zeitstempel und zieht bei jeder Anzeige neu ab. Die Formel lautet schlicht Restzeit = Dauer − (jetzt − Startzeitpunkt), und sie liefert dasselbe Ergebnis, egal ob seit dem letzten Neuzeichnen 50 Millisekunden oder zwei Stunden vergangen sind. Das Intervall im Hintergrund trägt keine Information, es löst nur das Zeichnen aus.

Der zweite Baustein ist das Anhalten. Pause schreibt die bis dahin gemessene Zeit fest, Starten beginnt einen neuen Abschnitt mit neuem Zeitstempel. Addiert werden nur Abschnitte, die wirklich gelaufen sind – deshalb ergibt eine Messung mit zehn Pausen exakt dasselbe wie ein durchgehender Lauf gleicher Nettolänge.

Wie kommt der Ton pünktlich, wenn der Tab schläft?

Über die Uhr der Audio-Ausgabe. Sobald du startest, wird die Tonfolge nicht „irgendwann später“ abgespielt, sondern für einen exakten Zeitpunkt auf der Zeitachse des AudioContext eingeplant. Diese Uhr hängt an der Audio-Hardware und läuft unabhängig vom JavaScript-Takt weiter, auch wenn der Tab gedrosselt ist. Pausierst oder setzt du zurück, wird der eingeplante Ton wieder verworfen.

Was auch das nicht rettet, ist ein zugeklappter Laptop oder ein geschlossener Tab: Dann existiert die Seite nicht mehr, und es kann nichts klingen. Für Weckzeiten, die einen geschlossenen Deckel überstehen müssen, ist der Wecker im Telefon das richtige Werkzeug – das sagen wir lieber deutlich, als ein Versprechen zu geben, das die Technik nicht hält.

Ton allein reicht nicht

Ein Signal, das nur hörbar ist, geht an allen vorbei, die stumm geschaltet haben, Kopfhörer nutzen oder in einer lauten Küche stehen. Deshalb kommt das Ende hier auf drei Wegen: als kurze Tonfolge, als deutlich sichtbares Hinweisfeld über der Anzeige und als Wechsel des Tab-Titels, den man in der Tab-Leiste sieht, ohne die Seite zu öffnen. Auf Telefonen, deren Browser die Vibrations-Schnittstelle unterstützt, kommt eine kurze Vibration dazu.

Countdown, Stoppuhr oder Wecker?

Countdown, wenn die Länge zählt: eine Viertelstunde Pause, fünf Minuten fürs Ei, fünfundzwanzig Minuten Pomodoro. Das Minutenfeld ist bewusst nicht bei 59 gedeckelt, 90 Minuten sind also eine gültige Eingabe.

Stoppuhr, wenn du messen willst, wie lange etwas gedauert hat. Sie zeigt Hundertstelsekunden und erfasst pro Runde Rundenzeit und Gesamtzeit; schnellste und langsamste Runde sind markiert, sobald mindestens zwei erfasst sind.

Wecker, wenn der Zeitpunkt zählt: der Zug um 17:40, der Anruf um 15:00. Du gibst die Uhrzeit ein, den Abstand rechnet das Werkzeug aus. Liegt die Uhrzeit heute schon hinter dir, wird der nächste Tag genommen – und zwar über den Kalendertag, damit die Rechnung an den Umstellungswochenenden nicht um eine Stunde danebenliegt.

Bleibt der Timer privat?

Ja, und zwar ohne Fussnote. Es gibt keinen Server, der von deinem Timer erfährt, kein Konto, kein Cookie für die Dauer und keine Anfrage nach aussen. Alles ist Rechnen gegen die Uhr deines Geräts. Die einfachste Gegenprobe: Seite laden, Flugmodus einschalten, Timer starten – er läuft weiter.

Häufige Fragen

Geht der Timer im Hintergrund-Tab richtig?

Ja, weil er keine Takte zählt. Browser drosseln Timer in verdeckten Tabs – Chrome auf etwa einen Aufruf pro Minute – und ein schlafendes Gerät hält sie ganz an. Die Restzeit entsteht hier als Subtraktion gegen den Zeitstempel des Starts; ein Tabwechsel, ein minimiertes Fenster oder ein aufwachender Laptop liefern deshalb einfach einen neuen, richtigen Wert.

Was passiert am Ende, wenn mein Gerät stumm ist?

Du bekommst das Signal trotzdem. Das Ende wird doppelt gemeldet: mit einer kurzen Tonfolge und mit einem deutlich sichtbaren Hinweisfeld über der Anzeige, dazu wechselt der Tab-Titel auf die Fertig-Meldung und ist damit in der Tab-Leiste zu sehen. Auf Handys, die es unterstützen, löst die Seite zusätzlich eine kurze Vibration aus.

Was ist der Unterschied zwischen den drei Betriebsarten?

Der Countdown läuft eine eingestellte Dauer und endet bei null. Die Stoppuhr zählt auf Hundertstelsekunden aufwärts und erfasst Runden mit Rundenzeit und Gesamtzeit. Der Wecker klingelt zu einer eingegebenen Uhrzeit – ist sie heute schon vorbei, liegt sie morgen zur selben Zeit.

Kann ich anhalten und ohne Zeitverlust weitermachen?

Ja. Pause hält die bisher gemessene Zeit fest, Starten macht genau dort weiter. Jeder laufende Abschnitt wird gegen seinen eigenen Start-Zeitstempel gemessen; beliebig viele Pausen ergeben deshalb dasselbe Ergebnis wie ein durchgehender Lauf gleicher Nettolänge.

Wird irgendetwas von meinem Timer an einen Server gesendet?

Nein. Der Countdown ist Rechnen gegen die Uhr deines Geräts und läuft komplett in deinem Browser. Es gibt kein Konto, kein Timer-Cookie und keine Anfrage, die deine Dauer irgendwohin trägt. Seite laden, in den Flugmodus wechseln, Timer läuft weiter – das ist die einfachste Gegenprobe.

Warum startet der Timer nicht von selbst neu?

Weil ein Signal, das ungefragt aus einem Hintergrund-Tab kommt, der schnellste Weg ist, das Vertrauen in ein Werkzeug zu verlieren. Der Neustart ist ein bewusster Tipp auf Zurücksetzen und Starten – und du behältst damit in der Hand, wann eine Pause wirklich endet.